Hunderttausende neuer Balkonkraftwerke
Mehr als 1,2 Millionen Steckersolargeräte sind bislang in Deutschland angemeldet worden. Die Kleinanlagen werden immer beliebter.
In Deutschland sind auch 2025 wieder Hunderttausende Balkonkraftwerke in Betrieb genommen worden. Der Bundesverband Solarwirtschaft schätzt, dass es bis zum Jahresende rund 500.000 neue Anlagen sein werden. „Die Gesamtzahl registrierter Steckersolargeräte in Betrieb in Deutschland steigt damit bis Jahresende auf über 1,2 Millionen“, berichtete der Branchenverband auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Bis zum 12. Dezember 2025 waren bei der Bundesnetzagentur rund 413.400 Steckersolargeräte – auch bekannt als Balkonkraftwerke – neu registriert und in Betrieb genommen worden. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es fast genauso viele, nämlich rund 413.800.
Bis zum Jahresende kommen laut Verband noch weitere An- und Nachmeldungen hinzu. Außerdem gebe es eine relevante Anzahl von Systemen, die nicht gemeldet würden. Steckersolargeräte müssen innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden.
Leistung der Steckersolargeräte nimmt deutlich zu
Auch wenn etwa genauso viele Geräte wie 2024 installiert wurden – deren Power war insgesamt größer: „Die neu installierte Leistung von Steckersolargeräten nahm hingegen im gleichen Zeitraum um rund 26 Prozent zu, da die Steckersolargeräte im Durchschnitt leistungsfähiger geworden sind“, so der Verband.
Steckersolargeräte seien eine sinnvolle Möglichkeit, einen Teil des Strombedarfs kostengünstig selbst zu decken und aktiv die Energiewende mitzugestalten, meint der Solarverband. Die Geräte seien beliebt, weil die Käufer sie selbst in Betrieb nehmen könnten und die Anschaffungskosten vergleichsweise niedrig seien. „Die Investition in ein Steckersolargerät amortisiert sich oft schon innerhalb weniger Jahre.“
Mietwohnungen: Ablehnung ohne Begründung nicht mehr zulässig
Für Miet- und Eigentumswohnungen gilt laut Verbraucherzentrale, dass der Vermieter oder die Eigentumsgemeinschaft zustimmen müssen. Vermietende oder die Eigentümer-Versammlung dürfen die Anfrage aber nur ablehnen, wenn die Installation für sie unzumutbar wäre. „Eine Ablehnung ohne Begründung oder nur aus optischen Gründen ist nicht mehr zulässig“, betont die Verbraucherzentrale NRW.
Quelle: https://www.energie-und-management.de
Studie: Vermieter-Investitionen in steckfertige Balkonkraftwerke für Mieter:innen
Kernaussage:
Ein skalierendes Vermietermodell für steckfertige PV-Anlagen (≤ ~800 W) kann zugleich Mietnebenkosten senken, CO₂ in großem Maßstab vermeiden und für Wohnungsunternehmen sehr hohe Renditen erzielen – bei geringen Anfangsinvestitionen und schrittweiser Reinvestition.
Wissenschaftliche Zusammenfassung:
Fragestellung:
Ist es wirtschaftlich und organisatorisch plausibel, wenn Vermieter systematisch in steckfertige PV-Einheiten investieren und diese Mieterhaushalten bereitstellen?
Hintergrundlage:
Vorhandene Arbeiten zeigen: Plug-in-PV (bis ~800 W) amortisiert sich in Deutschland meist in 2–3 Jahren aufgrund niedriger Anschaffungskosten und hoher Netzstrompreise. Peer-reviewte Forschung zu Motiven/Hürden privater Haushalte ist jedoch dünn; direkte Nutzerstudien für Deutschland sind kaum vorhanden (Ausnahme: Gartlinger & Gualini).
Methodik & Annahmen:
Szenarienmodell für Vermieter mit ≥ 200 Wohnungen und geeigneten Balkonen.
Seed-Kapital: 3.000 €; daraus erste Einheiten, anschließend Kaskaden-Reinvestition der Erlöse in zusätzliche Geräte.
Erlösaufteilung: Vermieter erhält 33–40 % des Werts des erzeugten PV-Stroms; restlicher Nutzen bei Mieter.
NPV-Rechnung, Preise für Geräte und Netzstrom steigen mit Inflation.
Lebensdauer/Übergang: Geräte fallen nach 24 Jahren aus oder gehen dann in Mieter-Eigentum über.
Varianten: Gerätekosten 500 € bzw. 400 € pro Einheit; Reinvestitionsdauer 15–20 Jahre.
Ergebnisse:
Bei 500 € pro Einheit: Kumulierte Vermieter-Rendite (NPV) nach 43 Jahren zwischen 3.458 % und 8.483 % → 103.753–254.488 € aus 3.000 € Startkapital.
Bei 400 € pro Einheit: NPV-Gewinn bis 637.856 €.
Treiber: hohe Jahresrendite je Einheit + verzögerte Entnahme (erst ab Jahr 15/20).
Sozial-ökologischer Effekt: Abmilderung von Energiearmutsthemen (Mieter, geringe Einkommen) und Vermeidung von „hunderten Tonnen CO₂“ über die Projektlaufzeit.
Akzeptanz & Umsetzung:
Mieterseite braucht klare, transparente Information und Vertrauen in den Vermieter.
Zusätzliche (überschaubare) Kommunikations-/Organisationskosten sind realistisch.
Warum sich das für deutsche Haushalte lohnt?
1) Spürbar niedrigere Stromrechnungen – ohne Vorabkosten für Mieter
Im Vermieter-Modell übernimmt die Hausverwaltung die Beschaffung/Installation; Mieter profitieren sofort durch geringere Netzbezugsmenge am Tag (Kühlschrank, Router, Stand-by, Home-Office). Typische Balkonsysteme liefern Hunderte kWh/Jahr – das reicht, um Grundlasten merklich zu decken.
2) Mehr Unabhängigkeit von Strompreissprüngen
Jede selbst erzeugte kWh reduziert das Risiko steigender Endkundenpreise. Das wirkt wie eine Preisversicherung.
3) Klimaschutz zum Mitmachen
Über die Laufzeit vermeidet ein Mehrfamilien-Projekt viele hundert Tonnen CO₂. Mieterstrom wird so zum sichtbaren, alltäglichen Beitrag.
4) Kein Technikstress
Steckfertige Systeme sind einfach, leise, wartungsarm. Die Vermieterseite organisiert Montage, Anmeldung und Sicherheit.
Take-away für Mieter:
„Ja – lasst euch einstecken (im wahrsten Sinne). Ihr spart laufend Geld, tut etwas fürs Klima und habt null Vorinvestition.“
Warum sich das für Vermieter & Wohnungsunternehmen rechnet
Skalierbare Rendite: Schon mit 3.000 € Startkapital und Reinvestition lassen sich (NPV) sehr hohe Mehrwerte generieren (siehe Ergebnisse).
Wert der Immobilie & Attraktivität: „Solar-ready“-Wohnungen senken Nebenkosten, steigern Vermietbarkeit und Mieterzufriedenheit.
Sozialer Auftrag: Entlastung einkommensschwächerer Haushalte – Energiearmut wird konkret adressiert.
Risikosteuerung: Modulare Anschaffungen, Pilot → Roll-out; Erlösaufteilung 33–40 % flexibel verhandelbar.
Management-Checkliste:
Pilot mit 20–50 WE (süd-/westorientierte Balkone, Verschattung prüfen).
Standardisierte Kommunikation: Einfaches Erklärblatt, FAQ, Musterzustimmung, Transparenz zur Aufteilung.
Technikstandard: zugelassene Wechselrichter, normgerechte Einspeisepfade, Zählercheck.
Erlösmodell: faire 33–40 % für Vermieter, Rest als Mietervorteil; jährlicher Review.
Reinvestitionsplan: 15–20 Jahre bis Cash-Entnahme → maximale Skalierung.
Einwände & Antworten:
„Ich bin Mieter – bringt das bei mir überhaupt was?“
Ja. Selbst bei nur 400–600 kWh/Jahr aus dem Balkonmodul deckst du Grundlasten tagsüber und senkst die Rechnung spürbar.„Lohnt sich das ohne Südbalkon?“
Auch West/Ost liefert gute Erträge (Nachmittags-/Vormittagslasten). Bei Teilverschattung hilft clevere Modulplatzierung oder Optimierer.„Kompliziert mit Anmeldung/Zähler?“
Das Modell sieht vor, dass Vermieter/Hausverwaltung alles klärt (Netzbetreiber-Meldung, Zählerkompatibilität).„Ist das sicher?“
Zugelassene Geräte, fachgerechte Montage, normkonforme Steckverbindungen – bei ordentlicher Umsetzung ja.
Plausibilitäts- & Validierungscheck (was die Zahlen stützt)
Kostenannahme realistisch: Straßenpreise für 400–500 € pro 600–800 W-Set sind marktüblich.
Amortisation 2–3 Jahre passt zur Kombination aus niedrigen Hardwarekosten und hohen Endkundenstrompreisen.
NPV-Ergebnisse konservativ interpretiert:
– Gewinne sind Barwerte (Kaufkraft von heute).
– Haupthebel ist die Reinvestition statt früher Ausschüttung: Wer 15–20 Jahre skaliert, erzielt den großen Hebel.Sensitivität:
– Niedrigere Strompreissteigerung → längere Amortisation, aber Grundthese bleibt positiv.
– Kürzere Gerätelebensdauer → Rendite sinkt, bleibt bei günstigen Anschaffungspreisen attraktiv.
– Höhere Akzeptanz-/Kommunikationskosten → kaum renditemindernd im Vergleich zum Gesamtgewinn.
Offene Punkte (für ehrliche Kommunikation):
Mehr empirische Nutzerforschung in Deutschland wünschenswert (Motivation, Akzeptanz).
Rechtlich-technische Details (z. B. Leistungsgrenzen, Zählerarten) projektweise prüfen.
Organisationsaufwand (Transparenz, Vertrauen) einkalkulieren – er ist machbar und klein gegenüber dem Nutzen.
Balkon-Solar im Mietshaus: Wer profitiert? Alle.
Ein einziges Steckmodul liefert Hunderte kWh sauberen Strom pro Jahr – genau dann, wenn Kühlschrank, Router und Home-Office laufen. Für Mieter heißt das: weniger Stromkosten, für Vermieter: skalierbare Rendite bei minimalem Startkapital. Und fürs Klima? Hunderte Tonnen CO₂ weniger, wenn Wohnungsunternehmen das im Bestand hochskalieren. Der Schlüssel: klare Infos, faire Aufteilung (33–40 % Erlösanteil) und konsequente Reinvestition in weitere Module. So wird aus 3.000 € Startkapital ein Projekt, das Menschen entlastet, Gebäude aufwertet und dauerhaft Energiepreise abfedert.
Fazit
Die Studie zeigt mit nachvollziehbaren Annahmen: Ein Vermieter-Roll-out von steckfertiger PV ist wirtschaftlich sehr attraktiv, sozial wirksam und ökologisch sinnvoll. Für Haushalte bedeutet es weniger Kosten und mehr Unabhängigkeit – ohne Vorabinvestition und Technikstress. Für Vermieter entsteht bei fairer Gestaltung ein Win-win-Geschäftsmodell mit hohen NPV-Renditen.
Wenn du möchtest, formatiere ich diese Inhalte direkt als Blog-Artikel (mit Zwischenüberschriften, CTA-Box, Mini-Rechner „Was spart mein Haushalt?“) oder passe Tonalität/Zielgruppe (z. B. speziell für Mieter in Großstädten) an.
Referenz: Free plug-in photovoltaics for rental apartments in Germany: a win-win-win financial opportunity for landlords, tenants and society bei Dr. Raymond Galvin

